Durchführungsbestimmungen
Die aktuellen Durchführungsbestimmungen zum Trial-Training sind hier einsehbar:
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WAS IST TRIAL? - Trial ist...
...Billard mit Motorrädern, hat mal einer gesagt. Ganz falsch ist das ja nicht,
wenn man sieht, wie die Trialfahrer mit ihren Motorrädern umgehen. Auch da muss
alles passen, damit die Kugel ihr Ziel trifft.
...Akrobatik auf zwei Rädern
Trial ist Geschicklichkeitsfahren über Stock und Stein, bei dem man die Füße
nicht auf die Erde setzen darf. Es kommt also nicht auf die Geschwindigkeit an,
es ist auch kein Kampf Mann gegen Mann, sondern der Versuch, schwierige
Geländepassagen mit dem Motorrad fehlerfrei zu bewältigen. Den Zuschauer
begeistert die spielerische Eleganz, mit der das Vorderrad über die Hindernisse
hinweggehoben wird, Geröllfelder durchfahren, Felsen überklettert und Steilhänge
erklommen werden. Den Fahrer fesselt das erhebende Gefühl, mit der Maschine eine
funktionierende Einheit zu bilden. Trial beschränkt sich nicht nur auf das reine
Bedienen eines Motorrades. Nur die richtig koordinierten Körperbewegungen mit der
entsprechenden Unterstützung des Motors ermöglichen es, die gestellten Aufgaben
(Sektionen) durch überlegtes Ausnützen der physikalischen Gesetze fehlerfrei zu
bewältigen. Und so ist Trial die beste Vorschule zur Beherrschung des Zweirades
überhaupt.
...mehr als nur Sport
Trial ist die ideale Motorsportart, um Kindern und Jugendlichen einen
spielerischen und lustvollen Umgang mit dem Kraftfahrzeug zu ermöglichen und
gleichzeitig einen verkehrserzieherischen Einfluss auszuüben. Trial spricht
darüber hinaus das technische Interesse nicht nur Jugendlicher an und bringt
Lernprozesse in Gang, die Einsicht in den umfangreichen Funktionsablauf eines
Kraftfahrzeuges gestatten und somit über die spezielle Technik einer
Trialmaschine hinausgehen. Trial ist "die Wiege des Motorradsportes" nicht nur
aus geschichtlicher Sicht, sondern es wird ein fahrtechnisches Wissen und Können
verlangt und vermittelt, das den soliden Grundstein für praktisch jeden Motorsport
legt. Unter Veranstaltungsbedingungen zeichnet den Trialfahrer das
situationsbezogene, abwägende und doch entschlossene Handeln unter Berücksichtigung
der eigenen Fähigkeiten aus, das für einen Gleichgewichtsfanatiker unabdingbar ist.
...Freiheit
Trial ist keine nach starren Regeln ablaufende Normsportart in vorgefertigten
Sportstätten. Es ist vielmehr vergleichbar den Anfängen 1909 in Schottland:
»Da will ich versuchen, hinaufzukommen«. Daran hat sich nichts geändert.
Vielleicht hat sich die Aufgabe gewandelt, man sucht sich Kehrenkombinationen,
Stufen, Steilstiche usw. aus. Das Hinaufkommen und Schaffen ist das Ziel - wie
früher - und die Füße sollen dabei auf den Rasten bleiben. Und so verabreden sich
die Trialfahrer in aufgelassenen Steinbrüchen, Sandkuhlen oder anderem als
Übungsplatz ausgewiesenem Gelände bezeichnenderweise nicht zum Training, sondern
- liebevoll - zum "Trialen". Nicht selten kann man sich einen ganzen Nachmittag
an einer Sektion vergnügen, weil immer wieder neue Varianten herausfordernd ins
Auge springen. Es ist eine Spielform, bei der die Aufgabe jeder frei für sich
selbst, seinen Vorstellungen und Fähigkeiten entsprechend, bestimmt - idealer
geht es kaum! Trial ist auch in anderer Hinsicht eine freie Sportart: Jahres-
und Tageszeit sind egal, und das Wetter muss ohnehin kein Hindernis sein.
Denn was für Kinder gilt, trifft auf den Trialer ebenfalls zu: wer konzentriert
spielen kann, ist auch in der glücklichen Lage, alles um sich herum zu vergessen
- welch erholsamer Zustand!
Übernommen aus "TRIALSPORT" - www.trialsport.de