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allgemein:streckenposten

MCKT - Motorsportclub Kirchheim unter Teck e.V. im ADAC
Birkhau 2
73230 Kirchheim unter Teck


Verfasser: Hans-Jochen Lehmann
Stand: 19.04.2020


Streckenposten-Information

Allgemeines:

Streckenposten haben die Aufgabe, das korrekte Durchfahren des Parcours durch die Teilnehmer zu überwachen und Fehler anzuzeigen. Sie müssen während der gesamten Durchfahrt ihres Streckenabschnitts das Kart mit den Augen verfolgen und jede Bewegung oder Verschiebung eines Pylonen erkennen. Die Einhaltung der vorgeschriebenen Strecke ist genau zu überwachen.

Nach dem Verlassen des Abschnitts sind unverzüglich die Fehler anzuzeigen und der Parcours ist wieder in seinen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen, damit der nächste Starter die Strecke wieder vollständig aufgebaut vorfindet. Hierbei ist insbesondere jede auch kleinste Verschiebung eines Pylonen wieder zu korrigieren.

Der verantwortliche Streckenposten beurteilt die Fehler und lässt sie durch einen Helfer anzeigen. Die Anzeige erfolgt unverzüglich und so lange, bis vom Sprecher die Bekanntgabe des Ergebnisses erfolgt ist.

Auszug aus dem Reglement:

Parcoursaufbau

Die Kartslalom Veranstaltungen werden auf einem Gelände mit einer befestigten, ebenen Fläche aus Beton, Asphalt oder ähnlichem Untergrund ausgetragen. Auf dem Veranstaltungsgelände sind die vorgesehenen Parcoursaufgaben gemäß dem Streckenplan, der am Veranstaltungstag ausgehängt wird, aufgebaut.

Der Streckenaufbau ist auf Geschicklichkeit und Reaktionsfähigkeit der Jugendlichen ausgelegt. Der Kurs ist so aufzubauen, dass größere Geschwindigkeiten nicht erreicht werden können.

Das Slalom-Kart muss durch alle Parcoursaufgaben mit dem Lenkeinschlag geschoben oder im Schritttempo gefahren werden können. Alle Maße werden von Fuß zu Fuß der Pylonen gemessen.

Die Fahrspur, die der Teilnehmer einzuhalten hat, ist auf der Platzoberfläche durch Pylonen gekennzeichnet. Die Pylonen sind so aufzustellen, dass jeder Zweifel an der Streckenführung ausgeschlossen ist.

Für den Parcours fnden nur Pylonen Verwendung, die 50 cm ± 3 cm hoch sind. Der Parcours ist komplett mit dieser Pylonenhöhe aufzubauen. Die Abstände zwischen den einzelnen Aufgaben dürfen 4 m nicht unter- und 10 m nicht überschreiten. Die lichte Breite eines Pylonentores beträgt maximale Spurbreite plus 40 cm, gemessen an der Innenkante des Fußes der Pylonen. Besteht eine Aufgabe aus einer einzelnen Pylone, so ist die Fahrtrichtung, in der die Pylone umfahren werden muss, durch eine liegende Pylone anzuzeigen. Die Spitze der liegenden Pylone muss zum Pylonenfuß der stehenden Pylone zeigen und gibt so die Fahrtrichtung an. Der Pylonenabstand zwischen liegender und stehender Pylone entspricht einer Pylonenhöhe

(Die Parcourslänge sollte ca. 300 - 500 m betragen.)

Wertung

Die Wertung erfolgt nach Fahrzeit und Strafsekunden. Die durch Markierungen (Pylonen) vorgegebene Strecke ist möglichst fehlerfrei zu durchfahren.

Wertungsstrafen

Aufteilung der Strafsekunden:

  • Umwerfen oder Verschieben einer Pylone: 2 Strafsekunden
  • Auslassen oder falsches Befahren einer Aufgabe: 10 Strafsekunden
  • Überfahren der Haltelinie mit einem Teil des Karts: 2 Strafsekunden
  • (Überfahren der Seitenlinie der Haltezone (im ADS): 2 Strafsekunden)

Die Pylonen müssen um ihre gesamte Stellfläche deutlich markiert sein. Eine Pylone gilt als verschoben, wenn die Markierung ganz verlassen ist. Hierbei ist die Innenkante der Markierung maßgebend.

In der geraden Spurgasse ist pro Seite nur ein Fehler anzurechnen, auch wenn mehrere Pylonen gefallen oder verschoben wurden.

In der gebogenen Spurgasse wird jede gefallene bzw. verschobene Pylone als Fehler angerechnet. Bei gesamtheitlicher Markierung im Innenradius ist nur ein Fehler anzurechnen, auch wenn mehrere Pylonen gefallen oder verschoben wurden.

Wird der „Schweizer-Slalom“ von der falschen Seite angefahren, so gilt dieser als ausgelassene Aufgabe. (Gemäß Aufgabenbeschreibung gilt: Beim Schweizer Slalom handelt es sich um mehrere Aufgaben aus einzelnen stehenden Pylonen, die in einer Linie angeordnet und wechselseitig zu durchfahren sind.)

Als Fehler werden nur Pylonen gewertet, die durch direkte Fahrzeugeinwirkung verschoben oder geworfen wurden.

Eine Aufgabe gilt als ausgelassen, wenn der Fahrer daran vorbeifährt, ohne eine Pylone zu verschieben oder zu werfen. Ansonsten werden die Fehler gewertet. Das Auslassen (ganz oder teilweise) einer Aufgabe kann mit Wertungsausschluss bestraft werden.

Das Nachholen oder Korrigieren einer Aufgabe ist nur bis zum Beginn der nächsten Aufgabe möglich.

Pro Aufgabe wird eine maximale Zeitstrafe von 10 Strafsekunden verhängt, egal wie viele Pylonen umgeworfen oder verschoben werden.

Besonderes Verhalten:

Beim Durchfahren einer Aufgabe, bei der ein Teil der Strecke mehrfach durchfahren wird, bleiben geworfene Pylonen in der Strecke liegen.
Dies kann bei z.B. Kreis, Brezel, Y-Gasse, Kreuz passieren. Der Streckenposten wartet, bis das Kart die Aufgabe verlassen hat. Der Fahrer muss selbst versuchen, an den geworfenen Pylonen vorbeizukommen. Der Parcour darf nicht betreten werden, wenn das Fahrzeug noch einmal erwartet wird.

Der Fahrer hebt die Hand, da unter seinem Kart eine Pylone eingeklemmt ist
Der Streckenposten hebt das Kart, entfernt die Pylone, sodass die Fahrt weitergehen kann.

Der Fahrer hat sich gedreht, hebt die Hand, kann nicht weiterfahren, da vor ihm Pylonen stehen
Der Streckenposten hebt oder schiebt das Kart rückwärts. Das Kart ist hierbei so hinzustellen, dass die Fahrt auch wirklich fortgesetzt werden kann! Es dürfen keine Pylonen zur Seite geräumt werden, da der Fahrer sie sonst hätte überfahren müssen.

Der Fahrer fährt an der Aufgabe vorbei, wendet und fährt danach korrekt durch die Aufgabe und weiter im Parcour
Keine Strafsekunden, wenn die folgende Aufgabe noch nicht angefangen wurde.

Der Fahrer wirft in einer Aufgabe mehr als 5 Pylonen
10 Strafsekunden (maximal) auch beim Kreis.

Der Fahrer fährt an einer Aufgabe vorbei oder eine Aufgabe nicht vollständig, z.B. in der Brezel geradeaus oder in der Z-Gasse nur eine oder zwei Gassen, im Kreis weniger als eine Runde oder in der falschen Richtung.
10 Strafsekunden (maximal), auch wenn zusätzlich Pylonen gefallen sind

Der Fahrer fährt im Kreis mehr Runden als gefordert oder eine andere Aufgabe (vom Plan abweichend) zuviel dann aber weiter im Parcour
Keine Strafsekunden.

Haltezone allgemein
Der Fahrer hält in der Haltezone an und setzt die Fahrt erst fort, wenn sicher feststeht, dass weder die Seitenlinie (im ADS) noch die Haltelinie mit einem Teil des Fahrzeugs überfahren wurde. Jede geworfene Pylone gilt als Fehler (maximal 10 Strafsekunden). Wurde die Halteline (nicht Bestandteil dieser Aufgabe) überfahren, werden zusätzlich 2 Strafsekunden angezeigt.

Der Fahrer dreht sich in der Haltezone und kann nicht weiterfahren, da vor ihm Pylonen stehen
Der Streckenposten hebt oder schiebt das Kart rückwärts oder räumt Pylonen zur Seite, sodass die Fahrt weitergehen kann. Keine Strafsekunden.

allgemein/streckenposten.txt · Zuletzt geändert: 2020/05/04 09:13 von H.-J. Lehmann